Wie läuft eine Plasmaspende ab, wie ist der Weg vom Spender zum Patienten und wer ist auf Plasmaspenden dringend angewiesen? Bei seinem Besuch in unserem Berliner Plasmacenter ließ sich der Bundestagsabgeordnete Eberhard Gienger die Abläufe und Hintergründe einer Plasmaspende erläutern. Centermanagerin Annette Pernitzsch sowie Frank Bernert, Operations Director bei CSL Plasma, standen dem einstigen Kunstturner und jetzigen CDU-Politiker Rede und Antwort. Sein Fazit nach dem Besuch: „Wer Plasma spendet, wird zum Lebensretter.“

Allein in Deutschland werden rund 16.000 chronisch Kranke mit Plasmapräparaten behandelt. Weltweit benötigen über eine Million Kinder und Erwachsene Medikamente, die aus Plasma hergestellt werden – vor allem Menschen mit einem angeborenen Immundefekt, Unfallopfer oder Patienten mit Hämophilie, der sogenannten Bluterkrankheit. Eberhard Gienger ist es ein wichtiges Anliegen, die Öffentlichkeit verstärkt für die Notwendigkeit von Plasmaspenden zu sensibilisieren: „Auf die enorme Bedeutung von Plasmaspenden kann man gar nicht oft genug hinweisen,“ erklärte Gienger.

Der hohe Stellenwert der Gesundheit ist dem ehemaligen deutschen Meister und Gewinner einer olympischen Bronzemedaille im Reckturnen besonders bewusst. „Plasmaspender tragen in hohem Maße dazu bei, dass kranke Menschen wieder gesund werden oder mit einer schweren, chronischen Erkrankung ein weitgehend normales Leben führen können“, sagte Gienger.

Aus menschlichem Blutplasma können Medikamente hergestellt werden, die für ihre Nutzer (über)lebenswichtig sind. Eine synthetische Produktion ist nicht möglich, so dass betroffene Patienten auf freiwillige Plasmaspenden von gesunden Menschen angewiesen sind. Als eine der größten Organisationen zur Gewinnung von menschlichem Plasma betreibt CSL Plasma bundesweit acht Center, in denen Spendenwillige zum Lebensretter werden können. Doch der Bedarf ist höher als das gespendete Plasma: „Im Berliner CSL Plasmacenter gibt es aktuell rund 5.000 aktive Plasmaspender, die mit etwa 80.000 Spenden im Jahr anderen helfen. Dennoch fehlen allein in der Hauptstadt aktuell rund 1.000 Plasmaspender, um den tatsächlichen Bedarf decken zu können“, stellte Frank Bernert von CSL Plasma fest. Gemeinsam mit einer anwesenden Patientin erläuterte er dem Bundestagsabgeordneten, welche Verbesserung der Lebensqualität die Gabe von Plasmamedikamenten für Betroffene darstellt.

Darüber hinaus unterhielt Gienger sich ausführlich mit Steffen Ball, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Patientenorganisation für angeborene Immundefekte e. V. (dsai). Die Organisation fördert den Erfahrungsaustausch zwischen Patienten, die an der seltenen Krankheit eines angeborenen Immundefektes leiden – und damit auf Medikamente aus Plasma dringend angewiesen sind.

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